Regelgruppen (3 - 6 J.)   Krippe und Hort
Haus Bergstraße 7   Haus Finkenstraße 17
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Die Informationen über die


evangelische Kindertagesstätte Lichtenau


finden Sie auf einer eigenen Homepage:

 

www.kita-lichtenau.de


Die Theologisch-Religionpädagogische Konzeption des Kirchenvorstandes


können Sie gleich lesen:


Vorwort des Kirchenvorstands zur Konzeption der evangelischen Kindertagesstätte Lichtenau  (Stand: 19.10.2016  – Endfassung)


Was macht eine Christlich-Evangelische Kindertagestätte aus?

 

Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Lichtenau ist bewusst Trägerin der Evangelischen Kindertagesstätte Lichtenau.

Die Arbeit in unserer Kindertagesstätte ist ein Teil unserer Gemeindearbeit. Davon profitieren alle Kinder unserer Marktgemeinde, egal welcher Konfession sie angehören, oder ob sie keiner Konfession angehören.

Wir verstehen diese Aufgabe als Diakonie, als Dienst im Sinne der Nächstenliebe, wie sie Jesus Christus gepredigt und gelebt hat.

Die Botschaft von Jesus Christus von Liebe, Frieden und Gerechtigkeit prägt Menschen von frühauf positiv.

Wir sind auch fest davon überzeugt, dass religiöse Erziehung ein wesentlicher Beitrag zum Frieden in unserem Land, zu Toleranz und zur Freiheit ist.

Uns liegt es sehr am Herzen, auch die Eltern bei der religiösen Erziehung zu unterstützen und zu begleiten.

Deshalb bieten wir Kindergottesdienste, Familiengottesdienste, KITA-Gottesdienste, Kindergruppen und Vorträge für Eltern an.

 

Die Grundsätze:
1.1. Woran orientiert sich unsere Arbeit in der KITA? Welche Werte sind uns für die Erziehung und Bildung der Kinder wichtig.

 

Die Arbeit in unserer Kindertagesstätte orientiert sich grundsätzlich am christlichen Menschenbild.

§2 AVBayKiBiG: „Zur Bildung der gesamten Persönlichkeit der Kinder unterstützt und fördert das pädagogische Personal auf der Grundlage eines christlichen Menschenbildes folgende Basiskompetenzen. 1. die Entwicklung von freiheitlich-demokratischen, religiösen, sittlichen und sozialen Werthaltungen, …“

Den Kindern muss vermittelt werden, dass materielle Werte allein nicht Lebensgrundlage sein können.

Vorgelebt wird in einer christlichen KITA: Respekt vor anderen, vor der Schöpfung, vor anderer Besitz, der Natur, der Arbeit anderer.... Das zieht eine Wertschätzung nach sich, die leider auch nicht mehr überall (auch nicht mehr bei den Erwachsenen) vorhanden ist.

Hier sei nochmals die Ausführungsverordnung zum BayKiBiG, §4 zitiert:  

Ethische und religiöse Bildung und Erziehung; Emotionalität und soziale Beziehungen

(1) Alle Kinder sollen zentrale Elemente der christlich-abendländischen Kultur erfahren und lernen, sinn- und werteorientiert und in Achtung vor religiöser Überzeugung zu leben sowie eine eigene von Nächstenliebe getragene religiöse oder weltanschauliche Identität zu entwickeln.

(2) Das pädagogische Personal soll die Kinder darin unterstützen, mit ihren eigenen Gefühlen umzugehen, in christlicher Nächstenliebe offen und unbefangen Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit anzunehmen, sich in die Kinder einzufühlen, Mitverantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen und untereinander nach angemessenen Lösungen bei Streitigkeiten zu suchen.

1.2. Bildung ist mehr als Wissen und Fertigkeiten. Welche Erwartungen haben wir an die Herzensbildung und die religiöse Bildung der Kinder?

 

Der Mensch hat im Grunde seines Herzens “Sehnsucht nach seinem Schöpfer” auch wenn er das nicht benennen könnte - ohne Gottesbezug fehlt das Fundament. In unserer Gesellschaft gilt es, Werte oder Verhaltensweisen wie zum Beispiel Anteilnahme, Herzensbildung, Freundlichkeit, Höflichkeit, Grüßen untereinander, Respekt und Rücksicht, offenes und freundschaftliches Miteinander ..., nur um einige zu nennen, zu vermitteln. Exemplarisch bringen biblische Geschichten diese Werte zum sprechen.

Das Vorbild und die Worte Jesu sind Kern der biblischen Botschaft. Darum sollen Geschichten aus der Bibel jahreszeitlich passend vermittelt und christliche Lieder eingeübt werden.


1.3. Welche Rolle spielen die Eltern bei der religiösen Erziehung?

Die tragende (Vorbild-) Rolle der Eltern hat naturgemäß den größten Einfluss auf die religiöse Prägung der Kinder. In dieser Rolle wollen wir die Eltern beraten und unterstützen.

 

Das konkrete Theologische und Pädagogische Wirken
Grundsätzlich muss sich die pädagogische Arbeit, wie auch die religionspädagogische Arbeit auf einem hohen Qualitätsniveau bewegen. Die Arbeit an den Kindern soll wissenschaftlich fundiert, auf dem neusten Stand der Erkenntnis geleistet werden. Es versteht sich von daher von selbst, dass alle Mitarbeitenden durch gezielte Fortbildung und ihr berufliches Engagement diesen Qualitätsanspruch umzusetzen in der Lage sind.

 

2.1. Welche Erwartungen haben wir im Blick auf die Vermittlung religiöser Inhalte? – Welche biblischen Geschichten, Lieder und Gebete sind wichtig?

 

Es soll das Kirchenjahr mit seinen Festen und deren Bedeutung thematisiert werden.

Die jahreszeitlich wichtigen Geschichten im Kirchenjahr für Weihnachten, Ostern, Pfingsten sowie auch andere biblische Geschichten sollen mit Bildern und anderen kreativen Methoden den Kindern nahe gebracht werden. Auch der Einsatz anderer moderner  Medien wird ausdrücklich gewünscht.

Zur religiösen Bildung im Vorschulalter gehört es auch, wichtige Grundlagen des christlichen Glaubens auswendig zu können: Das Vater unser, der 23. Psalm, Tischgebete, Weihnachtslieder und andere schöne christliche Lieder, die für die Kinder gut zu singen sind. Auch das eigenständige, selbstformulierte Gebet der Kinder soll eingeübt werden.

 

Folgende biblische Geschichten sind für Kinder sehr bedeutsam:

Aus dem Alten Testament:

Die Schöpfung, Noah;  der Turmbau zu Babel; Abraham; Isaak; Jakob und Esau; Joseph und seine Brüder; Joseph in Ägypten; Mose; die zehn Plagen; Auszug aus Ägypten und Wüstenwanderung; die zehn Gebote; Ruth; David und Goliath; der ungehorsame Jona; Daniel in der Löwengrube; Psalm 23;

Aus dem Neuen Testament:

Verkündigung an Maria; Elisabeth und Zacharias; Maria und Joseph; die heilige Nacht; Besuch der Weisen; die Flucht nach Ägypten; Johannes der Täufer; Hochzeit zu Kana; der wunderbare Fischzug; der Sturm auf dem See Genezareth; die Brotvermehrung; Jesus wandelt auf dem See; der Zöllner Zachäus; der barmherzige Samariter; Passion Jesu; Ostern; Emmausjünger; Himmelfahrt; Pfingsten……

2.2. Welche Rolle spielt der persönliche Glaube bei den Mitarbeiterinnen?

 

Jede pädagogische Mitarbeiterin soll das christlich, evangelische Profil der Einrichtung aus eigener Glaubensüberzeugung aktiv mitgestalten.


2.3. Welche Angebote halten wir für wichtig, damit Glaube konkret wird, - damit aus dem Hören Handeln wird?

 

Wichtig ist, dass Glaube zum einen im Alltag der Kinder erlebbar wird: Gemeinsamer Beginn am Morgen mit Gebet und Danken für das Essen, durch Bastel- und Malarbeiten christliche Geschichten bedenken. Gemeinsames regelmäßiges Singen, Feiern der christlichen Feste, Geschichten hören und erklären, Vorbild sein, unter anderem beim Grüßen, Gottesdienst feiern, besonders auch mit der ganzen Gemeinde.

Hier sind auch die Eltern mit einzubeziehen durch Vorträge zur Pädagogik und zur religiösen Erziehung.

Aber auch die Mitarbeit der Eltern bei der Vorbereitung und Durchführung von Familiengottesdiensten und Kleinkindgottesdiensten ist ausdrücklich erwünscht.


2.4. Wo und wie bieten wir den Eltern Hilfe bei der religiösen Erziehung? Wie können wir hier mit den Eltern zusammenarbeiten?

 

Die Kirchengemeinde macht unterschiedliche Angebote, um die Eltern bei der religiösen Erziehung zu unterstützen.

Es wird regelmäßig zu Familiengottesdiensten eingeladen. Weitere Angebote  sind Familienfreizeiten, Vorträge und Gesprächsabende, Glaubenskurse für Eltern, und anderes. Dabei wollen wir vor allem für die Bedürfnisse der Eltern offen sein.

Bei den Veröffentlichungen  der KITA finden sich regelmäßig Anregungen für die Eltern, wie aktuell gesungene, christliche Lieder, Gebete für zu Hause und Segensworte sowie Termine der Kirchengemeinde für Eltern und Kinder.


2.5. Welche Erwartung haben wir an gottesdienstliches Feiern in der KITA?

Die gottesdienstlichen Feiern in der KITA während des Kirchenjahres sollen “kindgerecht” und am Evangelium orientiert sein. Die Kinder sollen oft und viele “Jesusgeschichten” hören.

Es ist wichtig, dass ein guter Rhythmus entsteht, der sich bei den Kindern einprägt. Sowohl im Wochenablauf, als auch im Kirchenjahr.

Derzeit sind dies Feiern zu den großen kirchlichen Festen in der Kirche in der Regel am Freitag vor den entsprechenden Ferien. Familiengottesdienste finden derzeit an Heiligabend, zur Osternacht, zur Segnung der Vorschulkinder, zum Gottesdienst am Roggenberg, zu Erntedank und zum Abschluss der Kinderbibelwoche statt. Diese Gottesdienste sind bewusst für die ganze Gemeinde gedacht.


 

3. Die KITA als Teil der Kirchengemeinde

 

Über die Aktivitäten aus der KITA wird regelmäßig im Gemeindebrief berichtet. Ebenso stellt sich die Einrichtung in einer geeigneten Internetpräsenz dar.

Bei allen planerischen Überlegungen ist für die Kirchengemeinde und für die KITA, ebenso wie für den Diakonieverein eine wechselseitige Absprache unerlässlich.

Nach außen wird deutlich, dass Kirchengemeinde, Diakonie und KITA Lebensäußerungen desselben kirchlichen Auftrags sind.

Deshalb sind gemeinsames Feiern und gegenseitige Präsenz wichtig.

Die Kirchenmusik ist unter anderem sehr gut geeignet, die Verbindung zwischen Kindern, Eltern und Kirchengemeinde zu stärken. Dies geschieht projektbezogen zum Beispiel im Bereich Musik. Andere Möglichkeiten sind stets konzeptionell zu prüfen.

 

Es hängt stark vom Engagement des pädagogischen Personals ab, wie die KITA als lebendiger Teil der Gemeinde wahrgenommen wird.

 

Wir wollen die Eltern für den Glauben und das Leben in der Gemeinde  begeistern!

 

Die Eltern sind zu allen Gottesdiensten und Veranstaltungen mit ihren Kindern eingeladen.

 

Weil die Kirchengemeinde von ehrenamtlicher Arbeit lebt, freut sie sich neben der Teilnahme auch über aktive Mitarbeit.

Ein Familiengottesdienst erhält seinen besonderen Wert durch die Mitwirkung der KITA-Familien.

Die Eltern sind darüber hinaus eingeladen zur Mitarbeit bei Freizeitangeboten der Kirchengemeinde für Familien.

Wir freuen uns sehr über das Engagement der Eltern bei besonderen Projekten für Familien.

 

Verabschiedet vom Kirchenvorstand am 21. Juli 2016